Wie finden Sie das richtige Leder?

Das Narbenbild

Die „Zeichnung“ auf dem Leder heißt Narbenbild oder Narbung. Dieses Narbenbild wird in hohem Maße von der Dicke der Haut bestimmt. Dünneres Leder zeigt oftmals eine feinere Narbung, während dickes Leder eine gröbere Struktur aufweist. Das wird beispielsweise deutlich, wenn man feines Noli-Leder mit dem dickeren Negev-Leder vergleicht. Darüber hinaus hat der Mittelteil einer Haut häufig ein feineres Narbenbild als die Außenseiten.

Ein neues Narbenbild

Bei pigmentiertem Leder mit einer dicken Finish-Schicht wird das Narbenbild mechanisch in die neue Oberschicht gewalzt. Durch diesen „Druck“ entsteht ein sehr einheitliches Narbenbild ohne Narben von kleinen Verletzungen oder Unebenheiten.

Der Finishing Touch

Es gibt drei Verarbeitungskategorien für Leder: Anilinleder, Semianilinleder und pigmentiertes Leder. Diese Verarbeitungsverfahren sollen das Leder mit einer gleichmäßigen Farbe oder einem leichten Glanz veredeln. Darüber hinaus schützen diese Prozesse das Leder vor Schmutz, Wasser, Kratzern und Sonnenlicht. Wann wird von Anilin-, Semianilin- und pigmentiertem Leder gesprochen?

Anilinleder

Nur die perfektesten Häute eignen sich für die letztendliche Verarbeitung zu Anilinleder. Nach der Fassfärbung erhält das Anilinleder nur eine feine Schutzschicht von wenigen μ (1/1.000 Millimeter) Dicke. Auf diese Weise bleibt das unverfälschte, pure „Lederfeeling“ erhalten.

Anilinleder ist wunderbar geschmeidig, weich und warm. In der Struktur kann man alle Lebenszeichen des Rindes erkennen. Dieser einzigartige Charakter ist genau das, was sich der echte Liebhaber wünscht. Aufgrund der extrem dünnen Schutzschicht ist Anilinleder zwar anfälliger für äußere Einflüsse.

Semianilinleder

Wer sich für ein Semianilinleder entscheidet, entscheidet sich für das Beste aus zwei Welten. Ebenso wie bei Anilinleder, sieht man auch hier die natürliche Ledernarbung sowie kleine Unvollkommenheiten der Haut.

Semianilinleder ist allerdings pflegeleichter, da es über eine zusätzliche Finish-Schicht verfügt. Es ist somit für eine intensivere Nutzung geeignet und kann einfach mit einem feuchten Tuch abgewischt werden.

Pigmentiertes Leder

Bei pigmentiertem Leder wird die Haut mit einer besonders deckenden und oft auch auffüllenden Finish-Lage behandelt. Dadurch erhält sie eine gleichmäßige, einheitliche Farbe, während die natürliche Narbung des Leders weniger sichtbar wird.

Die oben genannte Finish-Lage sorgt dafür, dass die gewünschte „Lederstruktur“ ein homogenes Erscheinungsbild bekommt. Pigmentiertes Leder ist aufgrund der deckenden Schicht ausgesprochen benutzerfreundlich und pflegeleicht.

Ein Zeichen von Lebendigkeit

Der Charme von echtem Leder besteht in seiner Lebendigkeit. In der Geschichte, die das Möbelstück erzählt. Jede kleine Unvollkommenheit, die man sieht, macht Leder zu einem reinen Naturprodukt. Wir geben Ihnen gerne einige Tipps, mit deren Hilfe Sie etwas über die Geschichte des Leders auf einem Möbelstück herausfinden können.

Nackenfalten

Diese Linien von etwa 1 bis manchmal 10 Millimeter Breite sind oft deutlich im Leder sichtbar. Deswegen werden sie kontrolliert im Möbelstück verarbeitet, das dadurch eine attraktive Authentizität bekommt.

Insektenstiche

Auch die lästigen Mücken hinterlassen ihre Spuren. Man erkennt sie an den kleinen, oberflächlichen Beschädigungen.

Strukturunterschiede

Ein Strukturunterschied entsteht durch eine Bewegungsveränderung des Rindes. Der Croupon ist das Kernstück der Haut, das vom Mittelteil bis an den Schwanz verläuft. Dieser Teil der Haut ist häufig am einheitlichsten. Strukturunterschiede kommen meistens an den Flanken, den Flämen und in geringerem Maße auch am Nacken des Rindes vor.

Narben

Eine geheilte Wunde ist ein gutes Beispiel für die Echtheit von Leder. Sie ist oft das Ergebnis einer Bekanntschaft mit Stacheldrahtzäunen oder möglicherweise einer Rangelei mit einem anderen Tier.

 

Gerne beraten wir Sie in unserem Geschäft über die verschiedenen Möglichkeiten und Vorteile von Leder.

 

Zögern Sie nicht, uns für weitere Informationen zu kontaktieren

Ein paar Ideen